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Scheufelen schreibt Geschichte

Premium White Since 1855

Innovation aus Tradition: die Geschichte des Scheufelen-Papiers

Die Papierfabrik Scheufelen blickt auf 160 Jahre Geschichte zurück. Über diese lange Zeit gründete unser Unternehmen seinen Erfolg stets auf Innovationen. Offen für Neues und immer an der Spitze der Herstellerkunst, entwickelten wir uns zu dem, was wir heute sind: Europas Marktführer für gestrichene Premiumpapiere.

Auf dieser Seite gewähren wir Ihnen regelmäßig Einblick in unsere spannende Firmenhistorie. Jede Woche erwartet Sie hier ein Artikel, der Sie auf eine Zeitreise in die Vergangenheit der Papierfabrik Scheufelen mitnimmt.

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Eine herzogliche Konzession und viele Lumpen

Herzog Carl Eugen erteilt dem Müller Isaak Koeber aus Oberlenningen die Konzession zur Errichtung einer Papiermühle – die Geburtsstunde der Papierfabrik Scheufelen. Die Konzession berechtigt zum Sammeln von Lumpen, dem damals unentbehrlichen Rohstoff zur Papierherstellung. Bedingung für die Konzession ist die jährliche Lieferung von 2.000 Bogen Groß-Schreibpapier an die herzogliche Verwaltung.

- 1769 -
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Vom Unterlehrer zum Unternehmer: Carl Scheufelen

Am 4. Oktober 1855 pachtet der Unterlehrer Carl Scheufelen die Oberlenninger Papiermühle seines Schwagers Jakob Gottlieb Beurlen. Diese Entscheidung ist mutig, denn die Mühle ist verwahrlost und die Produktionsmethoden sind veraltet. Während ringsum die Zahl der Maschinenpapierfabriken zunimmt, wird an der Lauter noch auf traditionelle Weise per Hand geschöpft. Am 13. März 1856 kauft Scheufelen die Mühle um 8750 Gulden ab und wagt damit entgültig den Schritt in die berufliche Unabhängigkeit. Neben Pappe und Packpapier gehören Papiertüten für Zuckerhüte zum Scheufelen-Sortiment der frühen Jahre.

- 1855 -
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Die Rundsiebmaschine beendet das Zeitalter des Handschöpfens

Um 1870 erzeugt eine Papiermaschine etwa die gleiche Menge Papier wie 12 Handbütten. Kein Wunder, dass Carl Scheufelen sich und seine Arbeiter nicht schont, um endlich in die maschinelle Produktion einsteigen zu können. 1866 ist es soweit: Er stellt eine kleine Rundsiebmaschine mit Dampfkessel auf, erworben ganz ohne Fremdmittel und Bankhypotheken. Die neue Maschine produziert Tüten- und Packpapier, das guten Absatz findet. Diese Produktionsumstellung schlägt sich auch in der Firmenbezeichnung nieder: Im März beantragt Carl Scheufelen beim Oberamt Kirchheim den Eintrag "Carl Scheufelen, Fabrikation von Packpapieren und Pappdeckel in Oberlenningen".

- 1866 -
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Von dürren Zwetschgen und guten Tropfen

„Den geehrten Familien Kirchheims zeige ich hiermit an, dass ich einen bedeutenden Vorrat an dürren Zwetschgen habe, selbst gedörrt und eigenes Erzeugnis, annonciert Carl Scheufelen 1868 im Teckboten. Er interessiert sich für Sonderkulturen im Agrarbereich und baut in Oberlenningen selbst Hopfen an. Auch die Nachkommen Scheufelens bleiben dem Obstbau treu  – im Jahr 1963 erhält die Papierfabrik eine Medaille für ihre hervorragenden Leistungen im Obstbau.

- 1868 -
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Die Langsiebmaschine ermöglicht eine Spezialisierung auf feine Papiere

Trotz der gewachsenen Konkurrenz übersteht Carl Scheufelen die Gründerkrise und kann sich 1876 eine leistungsfähige Langsiebmaschine kaufen. Dies ermöglicht nicht nur die Produktion von Endlospapier, sondern auch eine Substituierung auf die „Spezialität weiße mittelfeine und feine Druck- und Schreibpapiere“. Die Produktion des mittlerweile unrentabel gewordenen Packpapiers wird eingestellt. Fortan werden vorwiegend Druckereien und Verlage beliefert.

- 1876 -
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Krankenversichert im eigenen Betrieb – Die BKK Scheufelen

Carl Scheufelen und seine Söhne Adolf und Heinrich reagieren mit der Schaffung der „Krankenkasse der Papierfabrik Oberlenningen“ auf die Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883. Alle Mitarbeiter der Papierfabrik Scheufelen haben nun die Möglichkeit, sich im eigenen Betrieb zu sehr günstigen Konditionen versichern zu lassen. In den folgenden Jahrzehnten wird der Leistungskatalog der Kasse zusehends ausgebaut. Seit 2004 steht sie allen Arbeitnehmern der Region offen.

- 1888 -
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Premiere auf dem Kontinent – das Scheuelen-Kunstdruckpapier

Mit wissenschaftlichem Know-how und schwäbischem Tüftlersinn löst Adolf Scheufelen gleich zwei Herstellungsprobleme der Papierproduktion: er verwendet gebleichten Holzzellstoff anstelle des in Deutschland nicht vorhandenen Esparto-Zellstoffs und spart dank einer selbst gebauten doppelseitigen Streichanlage einen Arbeitsgang in der Produktion ein. 1892 verlässt das erste Scheufelen-Kunstdruckpapier das Werk – eine neue Ära der Firmengeschichte beginnt.

- 1892 -
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Energietechnische Pionierleistung – Drehstrom aus der Lauter

1891 beginnen während der Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt/Main 1.000 Glühbirnen zu leuchten und ein künstlicher Wasserfall zu rauschen. Beides wird mit Strom aus dem 175 km entfernten Kraftwerk bei Lauffen am Neckar betrieben – für die Zeitgenossen eine kleine Sensation, die Oscar von Millers Erfindung des Drehstroms berühmt macht. Einer der ersten Industriellen im Württemberg, der die Möglichkeiten des Drehstroms nutzt, ist Adolf Scheufelen. Schon zwei Jahre später wird bei Oberlenningen ein Wasserkraftwerk gebaut, das über eine etwa zwei km lange Freileitung Drehstrom von 2.000 Volt Spannung ins Werk liefert. (Foto: Turbine mit Drehstromdynamo)

- 1893 -
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Der Phoenix beginnt zu fliegen

Für sein "art paper" erfindet Adolf Scheufelen die Bezeichnung "Kunstdruckpapier" – ein Begriff, der sich rasch für hochwertige gestrichene Papiere allgemein durchsetzt. Da das Patentamt Scheufelens Anmeldung des Begriffes als Schutzmarke ablehnt, lässt dieser am 11. Mai 1895 die Markenbezeichnung "Phönix-Kunstdruckpapier" eintragen. Im selben Jahr setzt der Senior seine Söhne Adolf und Heinrich als Teilhaber ein. Das Unternehmen nennt sich nun "Erste deutsche Kunstdruck-Papierfabrik Carl Scheufelen" und setzt auf hochwertige Spezialpapiere. Das ist bis heute so geblieben.

- 1895 -
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Patente – Schutzbestimmungen für findige Köpfe

In Württemberg gab es seit 1828 ein eigenständiges Patentgesetz, 1877 trat ein einheitliches Reichspatentgesetz in Kraft. Patentrechtliche Schutzbestimmungen spielen auch für die Erfolgsgeschichte der Firma Scheufelen eine Rolle. So lässt Adolf Scheufelen nicht nur sein Phönix-Kunstdruckpapier weltweit patentieren, sondern sichert sich auch Rechte für mehrere technische Innovationen in der Papierherstellung. Seine "Vorrichtung zum Transportieren der nassen Stoffbahnen an Maschinen zum Auftragen von Farbstoff u. dgl." beispielsweise wird in mehreren Staaten – darunter die Schweiz, Ungarn und Italien – patentiert.

- 1897 -
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Die "Scheufelen-Bahn"

Im abgelegenen Lenninger Tal ist die Verkehrslage alles andere als optimal. Carl Scheufelen arbeitet daher über Jahre hinweg daran, seiner Firma eine Anbindung an den 12 Kilometer entfernten Kirchheimer Bahnhof zu sichern. Er bezieht alle Ortschaften und Firmenbesitzer des Tals in die Planung mit ein und stellt mit 30.000 Mark 50 Prozent der privaten Mittel für den Bau zur Verfügung. Am 28. September ist es so weit: die Bahnstrecke Kirchheim – Oberlenningen wird feierlich eingeweiht.

- 1899 -
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Eine Anschaffung für die Zukunft: Papiermaschine II

Adolf Scheufelen lässt ein neues Papiermaschinengebäude für zwei Papiermaschinen bauen. Die neue Papiermaschine, die über Parallelantrieb und einen Wechselstuhl mit Schneideapparat verfügt, erweist sich als lohnende Investition in die Zukunft, denn bis heute werden auf ihr hochwertigste Rollenpapiere als Basis für die Premium-Marken von Scheufelen produziert.

- 1903 -
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Aufbauhilfe für das Deutsche Museum

Adolf Scheufelen unterstützt den Gründer des Deutschen Museums beim Aufbau seines ambitionierten Projekts und leitet den Aufbau der Abteilung "Papier". Gemeinsam mit 59 Persönlichkeiten erhält er 1925 anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten für seinen besonderen Verdienst um das Deutsche Museum eine Ehrenurkunde und einen Ehrenring aus Gold.

- 1904 -
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Der Wandel des Firmensignets

Detailgetreu bis in die Schwanzfeder, mit hochgereckten Flügeln auf einem lodernden Scheiterhaufen stehend – so präsentiert sich 1895 der erste Phönix auf dem Signet der Papierfabrik Scheufelen. Ganz anders das rechteckige Logo ab 1908: von nun an schmücken prächtige Federn das Haupt des eher verspielt und leicht wirkenden Sagenvogels in Jugendstilmanier.

- 1908 -
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Papierwesten statt Kunstdruckpapier

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendet eine längere Aufstiegsphase des Unternehmens. Statt Kunstdruck- oder Schreibpapier verlassen nun Papierwesten für die Soldaten die Fabrik. Aufgrund mangelnder Festigkeit wird die Produktion der Westen jedoch bald eingestellt. Mit größerem Erfolg nimmt die Firmenleitung Ende 1915 die Herstellung von Zellstoffwatte für Verbandszwecke auf.

- 1914 -
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1918: Kriegswirtschaft und Kriegsopfer


Dass die Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg die Rüstungsindustrie in jeder Hinsicht bevorzugt, bekommt auch Scheufelen zu spüren: Während die Papiermaschinen I und II dank der Zuteilung des Zellstoffs für die Herstellung von Nitrierstoff durcharbeiten können, muss die Produktion der normalen Papiersorten wegen Rohstoffmangels drastisch zurückgefahren werden. Ein weiteres Problem ist der Mangel an Arbeitskräften. Von den 362 männlichen und 90 weiblichen Betriebsangehörigen, die am 1. August 1914 bei Scheufelen beschäftigt sind, werden kurz nach Kriegsbeginn 193 Männer eingezogen. Wie überall nehmen auch in Oberlenningen die Frauen die verwaisten Arbeitsplätze an den Maschinen ein. Bis Kriegsende müssen insgesamt 321 Werksangehörige in den Krieg ziehen; 51 fallen ihm zum Opfer. Für alle Kriegsheimkehrer und ihre Familien lässt Scheufelen Bilder anfertigen, auf deren Rückseite die militärischen Stationen des Empfängers verzeichnet sind (Foto).

- 1918 -
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Pfälzer "Dependence" – Das Zweigwerk Frankeneck


1925 übernimmt Scheufelen die traditionsreiche Papierfabrik J. J. Goßler in Frankeneck. Die Verbindung kommt durch die Eheschließung Adolf Scheufelens mit Paula Goßler am 31. Mai 1902 zustande. Um 1955 beschäftigt die Pfälzer "Dependence" rund 200 Arbeiter, die Lichtpausrohpapiere, Dekorpapiere und Kunstdruckpapiere herstellen. 1971 folgt das "Aus" für Frankeneck, da die Fabrik mit nur einer Papiermaschine auf dem umkämpften Papiermarkt nicht überelbensfähig ist und eine Erweiterung aufgrund der beschränkten örtlichen Gegebenheiten nicht in Frage kommt. (Foto: Briefbogen aus Frankeneck, 1892)

 

 

- 1925 -
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Soziale Verantwortung – Stiftungen für die Gemeinde

Adolf und Heinrich Scheufelen haben ein großes Interesse daran, ihre Belegschaft möglichst dauerhaft an den Ort und das Unternehmen zu binden. Daher stiften sie der Gemeinde Oberlenningen ein Gemeindehaus, das unter anderem der Kleinkinder- und Haushaltungsschule, Jugendvereinen sowie einer Bücherei Platz bietet. Im gleichen Jahr lassen sie eine Turn- und Festhalle errichten, der ein Freibad angeschlossen ist.

- 1926 -
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Erstmals mehr als 1.000 Menschen

Kapazitätserhöhungen an den Papiermaschinen und ein gut bestückter Maschinenpark mit zehn Streichmaschinen tragen Früchte: Während vielerorts die  Konjunktur hinkt, steigt in Oberlenningen der Absatz von 1926 auf 1929 um mehr als 40 Prozent auf 16.200 Tonnen. Mit der Produktion wächst auch die Zahl der Mitarbeiter: 1928 klettert sie erstmals über die Tausendermarke. (Foto: Die Papierkollektion aus dem Jahr 1928)

- 1928 -
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»Phönix-Feldpost« für einberufene Mitarbeiter

Karl-Erhard Scheufelen, seit 1935 in der Unternehmensleitung, versorgt seine als Soldaten eingezogenen Mitarbeiter mit Nachrichten aus dem Werk und der Heimat, indem er ihnen die im Werk verfasste »Phönix-Feldpost« zusenden lässt. Auf diese Feldpostbriefe gehen Hunderte von Dankesbriefen ein.

- 1939 -
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Glimpflich davongekommen – das Kriegsende

Je länger der Kireg dauert, umso mehr Arbeitskräfte muss das Werk entbehren. Aufgrund von fehelender Kohle stehn die Räder still. Dass Oberlenningen ohne Zerstörung befreit wird, ist vor allem dem Einsatz von Karl-Ehrhard Scheufelen zu verdanken, der Deutsche und Amerikaner zum Verzicht auf Kampfhandlungen bewegen kann, was angesichts der 15 Tonnen Chlorgas in den Werkskesseln vermutlich das gesamte Lenninger Tal vor der Vernichtung rettet. Während sein Bruder Klaus Heinrich Scheufelen in der Phase des Stillstands an der Raketenentwicklung in den USA mitarbeitet, macht er sich für die Wiederaufnahme der Produktion stark. Am 23. April 1946 ist es dann soweit: die Papiermaschinen laufen mit der Produktion von Schulbuchpapier wieder an. (Foto: Klaus Heinrich's Notizen zu Raketenforschung)

- 1945 -
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"Ästhet unter den Unternehmern": Heinrich Scheufelen

Am 5. Januar 1948 stirbt Heinrich Scheufelen im Alter von 81 Jahren. Er war ein wahres Multitalent: Glänzender Kaufmann, der dem Kunstdruckpapier einen internationalen Markt erschloss, Initiator der "Wirtschaftsstelle für Kunstdruckpapier" und Kämpfer für die Papiernormierung – die heute übliche DIN-Norm wäre ohne ihn kaum denkbar. Vor allem aber war er eines:  "ein Ästhet unter den Unternehmern". Ihm und seinem Bruder verdankt der Ort die Renovierung der Martinskirche. Der "Schönheitssucher", wie es in einem Nachruf heißt, war zugleich Sammler und stiftete der Stuttgarter Staatsgalerie 116 Gemälde. (Foto: Der "Laute spielende Sänger" von Hendrick Terbrugghen stammt aus dem Jahr 1620)

- 1948 -
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Ein Albdorf entsteht – Hochwand

Aufgrund von nachkriegsbedingter Wohnungsnot und dem Platzmangel im Lenninger Tal wird 1951 ein Plan für den Bau einer Siedlung auf der Albhochfläche entwickelt. Karl-Erhard und Klaus Heinrich Scheufelen gründen eine Heimbau-Genossenschaft und stellen finanzielle Mittel zur Verfügung. Im September 1952 erfolgt der erste Spatenstich und im August 1953 zieht die erste Familie ein. Bis 1971 entstehen 184 Häuser mit 312 Wohnungen, die dank Zuschüssen und zinsloser Darlehen der Industrie, allen voran der Papierfabrik, mit einer monatlichen Belastung zwischen  80 und 150 DM gekauft werden können. Notwendig ist auch eine Trasse, um die Siedlung an das Tal anzubinden. (Foto: Bau der Hochwangsteige)

- 1952 -
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Produktionsanstieg dank Papiermaschine V

Dem ohnehin nur schleppenden Produktionsanstieg der Nachkriegsjahre schließen sich Anfang der fünfziger Jahre Kapazitätsprobleme an, die einer weiteren Steigerung ebenfalls Grenzen setzen. Diese können mit der Inbetriebnahme der Papiermaschine V im Juli 1954 beseitigt werden. Die Maschine läuft mit einer Geschwindigkeit von 80 bis 240 Metern in der Minute und erzeugt pro Tag etwa 70.000 kg Papier. (Foto: Siebpartie der damals noch unverkleideten Papiermaschine V)

- 1954 -
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100 Jahre Papierfabrik Scheufelen

Das 100-jährige Jubiläum wird im Hause Scheufelen glanzvoll gefeiert. Zehn Jahre nach Kriegsende ist das Werk wieder gut auf dem Markt positioniert und die Expansion ungebrochen. Die Mitarbeiterzahl ist auf 2.400 angewachsen, die Tagesproduktion auf 160 Tonnen gestiegen. Die Belegschaft partizipiert durch vorbildliche Sozialleistungen am Erfolg der dritten Generation Scheufelen. Über das Jubiläum mit Bundespräsident Theodor Heuss als Ehrengast berichtet auch der Teckbote ausführlich. (Foto: Der Teckbote – Auszug zum 100-jährigen Jubiläum, Quelle: Scheufelen-Archiv)

- 1955 -
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Betriebsausflüge bei Scheufelen

Die Papierfabrik Scheufelen bietet ihren Arbeitern verschiedenste gesellige und soziale Angebote, zu denen eine Betriebsfürsorgerin, die die Familien bei Problemen berät, ebenso gehört wie günstige Urlaubsreisen über die Firma oder die Betriebsausfahrten, die den größtenteils noch unmotorisierten Arbeitern einen Besuch am Rhein oder im Schwarzwald ermöglichen. Zu den Betriebsfahrten druckt Scheufelen für alle Firmenangehörigen kleine Reisebüchlein mit Wissenswertem zum Reiseziel und den Programmpunkten (Foto).
 

 

 

- 1958 -
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Die Geburtsstunde des Bilderdruckpapiers bvs

„Bilderdruckpapier von Scheufelen“ verstehen die meisten darunter. Tatsächlich steht das Kürzel  aber für „B-Zellstoff V satiniert“, unter dem Scheufelen 1966 sein maschinengestrichenes Bilderdruckpapier auf den Markt bringt. Dabei steht „V“ für die Papiermaschine V, die 1954 in Betrieb genommen wird und das klassische Bilderdruckpapier produziert. Auch bei Scheufelen sind die Marketing-Strategien den Modetrends unterworfen, wie diese attraktive bvs-Werbung belegt.

- 1966 -
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Überirdisch! Scheufelen-Papier fliegt zum Mond

Scheufelen-Papier ist bereits rund um den Globus zu haben – jetzt erobert es auch das All. 1967 beauftragt die NASA die Oberlenninger Papierfabrik mit der Herstellung von schwer entflammbarem Papier und vergibt damit erstmals einen Auftrag an eine deutsche Firma. Vorangegangen war das Unglück an Bord der Apollo 1, bei dem drei Astronauten ums Leben kamen, als die Logbücher und Karten explosionsartig verbrannte. Scheufelen gelingt es, ein fast unentflammbares  Spezialpapier herzustellen. 1969 fliegt es an Bord der Apollo 12 zum Mond.

- 1969 -
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Werbemittel der 70er

„Die Plus-Punkte für die Raster-Punkte“ – unter diesem Motto wirbt Scheufelen in den 70er Jahren.

 

 

- 1970 -
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Olympiaplakate auf Scheufelen-Papier

Die Olympischen Spiele finden 1972 in München statt. Die von Otl Aicher gestalteten Plakate werden auf Scheufelen-Papier gedruckt. Damit liefert die Papierfabrik zum letzten Mal ein einfach gestrichenes Papier aus, da sie auch beim Bilderdruckpapier auf Doppelstrich umstellt. Es ist aber nicht das letzte Mal, dass Scheufelen einen Olympiaauftrag bekommt. Auch die Los-Angeles-Poster 1984 stammen aus Oberlenningen.

- 1972 -
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Die vierte Generation – Dr. Ulrich Scheufelen

Mit dem Eintritt Ulrich Scheufelens als stellvertretender Geschäftsführer kommt die vierte Generation Scheufeen ans Ruder. Wie bereits Vater und Großvater durchlief er mit seinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Berlin eine akademische Ausbildung. Dem „Papier als Kulturträger“ gilt sein besonderes Interesse, was sich ebenso in seinem Engagement für zahlreiche kulturelle Stiftungen zeigt.
 

 

 

- 1979 -
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Vatikanbibeln auf Scheufelen-Papier

Anfang der 80er Jahre liefert Scheufelen glänzendes Tiefdruckpapier für den Abdruck der Dokumente des Vatikanischen Konzils nach Rom, dessen Qualität im römischen Kirchenstaat überzeugt. Es folgen Aufträge für zahlreiche Faksimiles, Bücher und Reproduktionen der Vatikanischen Bibliothek. Durch Verzicht auf optischen Aufheller und den hohen Gehalt an Reinzellulose bei den Zellstoffen ist das Papier sehr lange haltbar.  So können sich die Menschen rund 500 Jahre lang am „Codex Benedictus“ und den anderen Werken auf diesem Papier erfreuen, verspricht Klaus Heinrich Scheufelen Papst Paul II. im Jahr 1984 bei einem Besuch im Vatikan.

- 1984 -
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Der erste Scheufelen-Kalender

Unter dem Motto "Papier neu sehen" präsentiert die Papierfabrik 1987 ihren ersten Kunstkalender. Er ist Teil einer neuen Unternehmensstrategie im Hause Scheufelen. Ihr Credo: Konzentration auf weiße gestrichene Qualitätspapiere. Der Kalender wird auf der Stuttgarter Kalenderschau mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

- 1987 -
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Qualität nach Plan – ISO 9001-Zertifizierung

Die Papierfabrik Scheufelen ist als eine der ersten Papierfabriken ISO-9001-zertifiziert. ISO steht für "International Standardisation Organization", eine Organisation, die die Normung international koordiniert, um den Austausch von Gütern und Dienstleistungen zu unterstützen. Das durch ISO 9001 geprüfte Qualitätsmanagement bei Scheufelen wird regelmäßig vom TÜV Nederland kontrolliert. (Foto: ISO-9001-Zertifikat aus dem Jahr 1992)

 

 

 

- 1992 -
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Neues Sehen, Neues Fühlen – phoenixmotion!

Mit der Firma Römerturm Feinstpapier gelingt es Scheufelen nach einer intensiven Entwicklungsphase, eine ganz neue Papierklasse auf den Markt zu bringen. phoenixmotion ist ein hochwertig gestrichenes Feinstpapier, das die Druckqualität mattgestrichener Papiere – und dies ist das Novum – mit der Anmutung ungestrichener Papiere verbindet. Mit dem Buch "Neues Sehen. Neues Fühlen" (Foto) wird phoenixmotion als neue Papierklasse "Gestrichen Feinstpapier" weltweit in die Märkte eingeführt.

- 1998 -
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Gestärkt für die Zukunft ins 150. Jubiläumsjahr

Aus der kleinen Papiermühle ist ein Unternehmen von Weltrang geworden – eine lange Erfolgsgeschichte, in der auch manche Krisen gemeistert wurden. Im 150. Jubiläumsjahr kann das Unternehmen mit Stolz zurück und voll Optimismus nach vorn blicken und gemeinsam mit den Mitarbeitern, ihren Familien und vielen Gästen auf das 150-jährige Bestehen anstoßen. (Foto: Portrait von Firmengründer Carl Scheufelen)

- 2005 -
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160 Jahre Papierfabrik Scheufelen &
Produkterweiterung des Premiumsortiments um Verpackungskarton »phoenolux« 

Die neueste Entwicklung aus dem Hause Scheufelen heißt: phoenolux. Die Marke phoenolux, ein doppelt, einseitig holzfrei gestrichener Verpackungskarton mit herausragenden technischen Eigenschaften erschließt das Segment für hochwertige Verpackungen und graphische Anwendungen. Mehr zu phoenolux

- 2015 -